Gemarkungsputzaktion


Gemarkungsputzaktion 2015
Es gab viele Parallelen zur Erstauflage im Jahr 2013: Das Wetter war bestens geeignet. Beim Bauhof hatten sich viele Helfer (140) eingefunden, die auf die Malscher Gemarkung ausschwärmten. Und nach getaner Arbeit wurde der Vormittag in vielen Gesprächen in der Tierparkranch bei einem gemeinsamen Essen nachbereitet.
Als größte „Trophäen“ der Suchaktion erwiesen sich ein Kühlschrank und die Karosserie eines Motorrollers. Ähnlicher Ausprägung wie vor zwei Jahren war erneut das Staunen über die Menge und vor allem die Fundorte des abgelagerten Unrats. Von mit einigem Aufwand in entlegenen Bereichen abgelagert bis frech in häufig von Besuchern frequentierten Stellen zurückgelassen reichte die Bandbreite – und dazwischen immer wieder Verpackungsmaterialen des Alltags und jede Menge Flaschen.
Ein Vater mit Tochter hob den pädagogischen Wert einer Gemeinschaftsaktion wie dieser heraus. Beide wären durch den bewussten Gang durch die Landschaft mit dem Blick auf den Boden von Neuem aufmerksam geworden auf die Vielzahl an verschmutzten Stellen und das eigene Verhalten und das anderer im Bezug auf Sauberhaltung der Landschaft.Die Weitergabe eines Apells haben uns viele Helferinnen und Helfer noch aufgetragen: Es wurden an den Wegrändern in großer Anzahl Hundekotbeutel gefunden. Zugeknotet zwar und doch am falschen Ort. Aus Rücksicht auf andere Erholungssuchende gehören diese in Müllbehältnisse.
IMG_9273 Die Vorstandschaft bedankt sich ganz herzlich bei:
Den engagierten Gruppen und Einzelpersonen, ohne die es eine Veranstaltung dieser Größe gar nicht geben würde. Günther Funkert und dem Letzenberg-Tierpark für die Bereitstellung von Fahrzeugen. Kurt Schwab und seinem Dorfladen-Team für die Zangen zum Aufsammeln. Den Beschäftigten des Bauhofs, Ingrid Klefenz und Frank Bös, für die unkomplizierte und hilfreiche logistische Unterstützung. Klaus Killian und dem Weingut Becker für die Weinspende. Dem Letzenberg-Tierpark, dass wir in der Ranch den abschließenden Imbiss einnehmen konnten, und der Gemeinde Malsch dafür, dass sie die Verpflegung der Teilnehmer übernommen hat.

 

Gemarkungsputzaktion 2013

Die Sonne wurde zu einer willkommenen und ständigen Beobachterin der Gemarkungsputzaktion in Malsch. Die Vogelfreunde hatten dazu eingeladen und durften eine überaus erfreuliche Resonanz seitens der Bevölkerung erfahren. Mit 170 Teilnehmern, darunter 50 Kinder, konnte die Malscher Gemarkung unter Aussparung des Ortes selbst abgesucht werden. Vom Bauhof aus zogen die Gruppen los, um in zehn Sammelgebieten den Unrat aus Wald und Flur zu entfernen. Und von dem gab es genug und mehr als erwartet. Vom Rebland der höher gelegenen Gebiete bis hinunter in den Brettwald und das Bruch reichte der Wirkungskreis der Sammler. Die Blicke richteten sich entlang der Wege, auf Hecken, Waldränder und Bachläufe. Keine noch so abgelegene Stelle ist offensichtlich vor wilder Ablagerung sicher. Diese wenig erfreuliche Tatsache bedingte jedoch paradoxerweise den Erfolg der Veranstaltung. Von zweifelsfrei positivem Charakter war ein weiterer und gewünschter Aspekt der Sammelaktion: Die Teilnehmer verfolgten das Ziel gemeinsam und kamen darüber ins Gespräch. „Unsere Absicht war von Anfang an eine Gemeinschaftsaktion von Malscher Vereinen und Gruppen“, so Organisatorin Brigitte Funkert. Gemeinsam mit ihrem Ehemann Bernd hat die zweite Vorsitzende im Vorfeld Kontakt zur Gemeindeverwaltung aufgenommen und alles Notwendige veranlasst. Zu den Gruppenanmeldungen kamen weitere Einzelpersonen hinzu, die sich der Sache verpflichtet fühlten. So war die stattliche Anzahl an Helferschar über drei Stunden lang eifrig im Freien unterwegs. Die Logistik ergänzte die Bemühungen der Müllsammler perfekt. „Wir haben eine große Anzahl Plastikrohre gefunden“, klang es aus dem Handy von Bernd Funkert. Gemeinsam mit dem Malscher Bauhof und einigen Privatleuten koordinierte er den Einsatz von Fahrzeugen, die sperrige Materialien abholten. In jedem Sammelgebiet waren Plätze ausgewiesen, die zur Zwischenlagerung vorgesehen waren. Diese wurden routinemäßig angefahren und gingen beispielsweise die Mülltüten aus, kam Nachschub auf die Fläche. In der Zwischenzeit hatten es sich die Teams zur Aufgabe gemacht, das zugewiesene Gebiet weiter zu durchkämmen. Dabei boten sich neben der Suche nach Papier, Plastik, Metall und Glas noch weitere Gelegenheiten. In der wärmenden Sonne legte eine Gruppe aus Eltern und Kindern eine Rast ein und versorgte sich aus dem Rucksack. Oder ein Winzer erläuterte Wissenswertes zu einer Rebsorte, unter die sich ein Helfer gerade gebückt hatte. Immer wieder machte auch Erstaunen und Kopfschütteln die Runde. „Wie kommen die verpackten Schneeketten in den Bach?“ – „Wieso nehmen manche Leute das Risiko auf sich, beim Ablagern entdeckt zu werden?“. Diskussionen dieser Art wurden in allen Gruppen geführt, wie der spätere Austausch zeigen sollte. Gegen Ende der Aktion nahmen die Bemühungen der vielen Teilnehmer Gestalt an. Beim Bauhof quollen die Container über, viele gefüllte blaue Plastiktüten hatten darin keinen Platz mehr. Weitere gut gefüllte Anhänger rollten auf das Gelände und wurden begutachtet. Den Abschluss bildete ein gemeinsamer Imbiss in der Tierparkranch. Viele der Teilnehmer redeten dabei über ihre Funde und Erlebnisse. Die Atmosphäre war gelöst und von Aufregung und Zufriedenheit geprägt. Bürgermeister Werner Knopf brachte seine Anerkennung zum Ausdruck und sprach von „einer bürgerschaftlichen Maßnahme“. Er dankte den Helfern und in besonderer Weise dem Ehepaar Funkert, den Ideengebern und damit „den Eltern der Gemarkungsputzaktion“. Die gewonnene Routine und die Unterstützung aus der Bevölkerung beflügeln den Gedanken einer Neuauflage, so die Verantwortlichen von den Malscher Vogelfreunden.

Die Putzaktion war ein Erfolg, möglich gemacht durch viele. Die Vorstandschaft dankt deshalb:

Den folgenden Gruppen, die in 10 Sammelgebieten unterwegs waren: Hawaii-Bar, Hodenkobolde, Mälscher Buwe, CDU-Gemeindeverband, Willi-Poser, Flugsportgemeinschaft, Letzenberg-Tierpark, Pfarrjugend, Kindernest, Kath. Kindergarten St. Franziskus, Pfadfinder, Winzer, Mewischene, Tennisclub, Ortsverband Bündnis 90/Die Grünen und Letzenbergwanderer. Klaus Müller, Günther Funkert und dem Letzenberg-Tierpark für die Bereitstellung von Fahrzeugen. Den beiden Mitarbeitern des Bauhofes, Karl-Heinz Fleckenstein und Frank Bös, für die vielfältige Unterstützung im Vorfeld und am Tag selbst. Uwe Schnieders für die Bereitsstellung von Kartenmaterial. Fritz Erhard und Klaus Killian für die Versorgung der Teilnehmer mit Getränken. Und dem Letzenberg-Tierpark dafür, dass wir in der Ranch den abschließeneden Imbiss einnehmen konnten.

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