Naturkundliche Wanderung


Die äußeren Bedingungen hätten nicht besser sein können. Und entsprechend gut war die Laune der Teilnehmer, die sich am frühen Sonntagmorgen vom Grasweg aus aufmachten, die morgendliche Landschaft zu genießen. Frische Luft, blauer Himmel und Kontraste aus intensiven Farben bildeten den Rahmen für beeindruckende Erlebnisse während der zweistündigen Wanderung. Schon nach wenigen Metern war der Gesang der Mönchsgrasmücke zu hören. Der Vogel, gerade aus dem Winterquartier zurückgekehrt, zeigte sich den Naturinteressierten zur Betrachtung in ausreichender Dauer hoch oben auf einem Nussbaum. Beim Hengstbach rückte ein abgestorbener Baum in den Mittelpunkt des Geschehens. Ein Star mit Nistmaterial im Schnabel fasste angesichts der Gruppen an Beobachtern langsam Vertrauen und näherte sich einem kreisrunden Loch. Darin verschwand er schließlich für kurze Zeit um erneut zu starten. Wie im Tierfilm – live und in Farbe. Im Brettwald durften stattliche Bäume bestaunt werden und seltenere Arten wie Speierling und Ulme wurden Gegenstand wissenswerter Betrachtung. Auf Mingolsheimer Gemarkung ging es aus dem Wald wieder hinaus. Blühende Obstbäume in großer Zahl und der weite Blick über die Rheinebene hinüber zum Pfälzerwald standen hier auf dem Programm. Dann führte die Strecke hinab zum Rückhaltebecken und gleich wieder hinauf zur Ruhenden Kraft. Von dort aus gingen die Blicke in direkter Luftlinie zum Startpunkt, über den Flugplatz hinweg zum Letzenbergtierpark, von wo aus man einen Bogen zu Fuß geschlagen hatte bis hierher, durch frühlingshafte Natur in Aufbruchsstimmung. Zum Abschluss luden die Vogelfreunde in das Vereinsheim ein und servierten Weißwürste mit Brezeln. Viele Gespräche waren noch möglich und die Stimmung hatte etwas Verbindendes. Was alles erlebt werden kann in drei Stunden, wenn man früh draußen unterwegs und der Sonntag dann immer noch lang ist.

Arno Maier, 1. Vorsitzender

Gruppe

Ruhende Kraft